Demonstration für einen Kindergartenneubau
Sehr geehrte Frau Wunder und Frau Becker,
liebe Mitbürger,
vielen Dank für Ihr zahlreiches Erscheinen am heutigen Dienstag bei dieser
Demonstration. Sie setzen damit ein ganz deutliches Zeichen für ein familienfreundliches
Bad Emstal und damit das alles möglich ist, möchte ich den Veranstalterinnen, Frau
Wunder und Frau Becker, herzlich für Ihr Engagement danken.
Mit dieser Demonstration machen Sie auf eine dringende Fragestellung in unserer
Gemeinde aufmerksam. Dies ist nämlich die Entwicklung unserer Kindergartenlandschaft
und um dies vorweg zu nehmen: Es geht hier nicht darum, dass wir zu wenige
Kindergartenplätze haben; es muss sich auch mit anderen Fragen beschäftigt werden.
Wir haben im Kindergartenbereich drei Probleme, denen wir uns stellen müssen:
1. Der bauliche Zustand des Kindergartens Hummelnest ist – vorsichtig formuliert –
schwierig. Der Kindergarten Hummelnest hat im Vergleich zum Spatzennest eine
Gruppe weniger, aber hatte 2023 die dreifachen Kosten im Bereich der Heizkosten.
Wenn also Kosteneinsparungen ein Thema sein sollen, dann könnte man hier durch
einen effizienteren Neubau ansetzen.
2. Seit einigen Jahren wird im Turnraum des Kindergartens Zwergenhöhle eine
Notgruppe untergebracht. Dieser Raum fehlt dafür im täglichen Betrieb und die
Genehmigung der Notgruppe wird nur für jeweils ein Jahr verlängert.
3. Aktuell haben wir in Bad Emstal nur eine Krippe in Balhorn und aufgrund der
angestrebten Entwicklung von Bauplätzen in Sand ist es städtebaulich sinnvoll, ein
Krippenangebot in Sand zu schaffen. In diesem Zusammenhang möchte ich lobend hervorheben, dass unser gutes Angebot an Tagesmüttern in Bad Emstal uns vor
größeren Schwierigkeiten bewahrt hat. Als Gemeinde sollten wir den Eltern gleichzeitig
eine Wahlfreiheit anbieten können, sodass diese die richtige Betreuung für Ihre Kinder
auswählen können.
Um diese Herausforderungen zu lösen, brauchen wir einen Kindergarten-Neubau und
deshalb führen wir diese Diskussion schon seit 2016. Wir haben hierbei verschiedene
Standorte in den gemeindlichen Gremien diskutiert und selbst eine Sanierung des
Hummelnests wurde schon geprüft. Es hat Elternarbeitskreise gegeben,
Architektenentwürfe, Vertragsverhandlungen, Fördermittelzusagen und -absagen.
Alleine im letzten Jahr haben wir zwei Diskussionsrunden durchgeführt und dabei
Erzieher, Eltern, Tagesmütter und Kommunalpolitiker beteiligt. Es hat mehrfache
Beratungen in den gemeindlichen Gremien gegeben. Ich kann vor diesem Hintergrund nur
zum Ergebnis kommen: Die Fakten liegen auf dem Tisch.
Es wird Zeit, dass wir zielgerichtete Entscheidungen treffen und Eltern, Erziehern und –
am aller wichtigsten – den zukünftigen Generationen eine Perspektive geben. Es wird Zeit,
dass wir nach mittlerweile 8 Jahren Diskussion die Standortfrage klären. Es wird Zeit, dass
wir unsere Prioritäten definieren und Bad Emstal familienfreundlich weiterentwickeln. Dafür
haben Sie heute einen wichtigen Beitrag geleistet!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!